Dienstag, 14. Juli 2015

Schenken macht Freude und sollte ansteckend sein (Neues Freebook inkl.)

Als ich letztes Jahr das Stoffabo gewonnen habe war ich hin und weg.
Anstatt raffgierig alles für uns zu vernähen habe ich damals schon gesagt, davon werden ganz viele profitieren, wenn auch nicht genau von diesen Stoffschätzen, dann aber von Stoffen die ich hier bei mir habe.

Bereits in der Vorweihnachtszeit habe ich mit einigen Leutchen für das Kinderhospiz Bärenherz genäht und ab und zu mache ich jemand einfach mal so eine Freude, ohne Grund und Gegenleistung.

Leider war das in letzter Zeit auch recht wenig, da ich ja eine grobe Nähunlust hatte.

Was ich nicht mag sind Bettelaufrufe "Bitte gib mir Geld - ich brauche ein Auto!" sorry, ist gerade ganz aktuell und da muss ich einfach versuchen ruhig zu bleiben und ich kann mir auch nicht alles leisten und ein Auto ist ja nicht nur die Anschaffung, sondern auch Steuer, Versicherung, Benzin, ab und zu Reparaturen, Öl, Scheibenwischer blablabla, da kommt der Banker wieder raus und man kann ganz schön lange Taxi fahren bevor man ein Auto drin hat. Das macht mich dann wütend und man kann einfach nicht immer alles geschenkt wollen. (Übrigens ich brauche demnächst ein neues Auto weil mein 13 Jahre alter treuer Gefährte wohl den nächsten TÜV nicht schafft, wer mir also etwas schenken will, hihihi, ich fahr aber nicht alles, cool muss es schon aussehen und gelb ginge gar nicht ;-) ) Ironiemodus wieder off

Ich schweife ab sorry.
Was ich sagen will, ich gebe lieber ohne angebettelt zu werden, dann fühle ich mich auch irgendwie besser dabei, vielleicht auch großzügiger, kann schon sein.

Als Bea von nEmadA zum Probenähen für ihr Freebook BeTucht aufrief wollte ich gar nicht mitnähen. Habe ich doch in der Vergangenheit so viele Kopftücher genäht und für den Schnitt habe ich sogar eine Gewerbelizenz inne.
Auf der anderen Seite war ich auch neugierig auf die Passform von Beas Kopftuch, denn was ähnlich aussieht (denn Kopftuch ist Kopftuch von der Grundidee her) kann durch eine leicht andere Bogenführung ganz anders sitzen. Zusätzlich ist das Freebook auch noch für ganz dicke Dickköpfe ausgelegt - was bei mir aber Wurst ist, mein Kopf ist so klein, ich kann mit meiner 9 jährigen Tochter locker Mützen tauschen, wobei bei mir alles dämlich aussieht und bei ihr süß.

Jetzt kam aber genau zum Probenähstart eine andere Nachricht per facebook zu mir.
Ein kleines Mädchen mit Down Syndrom hatte die Diagnose Leukämie und die Chemo startete sofort. Da die Mutter alleinerziehend ist und das kleine Mädchen auch noch eine Zwillingsschwester hat die auch versorgt und umtütelt werden muss startete in einer DownSyndromGruppe eine Hilfsaktion, mit persönlicher Hilfe von denen die in der Nähe wohnen und Päckchen mit Geschenken und Nervennahrung.

Meine Idee war, dass ich gleich ein Kopftuch für das Mäuschen nähen werde, wie passend da dieses Freebook doch kam. Ein geschenktes Schnittmuster wird gleich umgewandelt und wird weitergeschenkt. So sollte das mit dem Schenken funktionieren, nicht nur haben wollen und raff raff sondern weitergeben und an der Freude der anderen freuen und Ach ja!!! das Bedanken nicht vergessen bei dem der freiwillig etwas gibt, wie zB ein Freebook.

Natürlich wurde aus dem einen Kopftuch 2, denn die Schwester soll auch nicht leer ausgehen und muss wohl in der nächsten Zeit noch viel zurückstecken.

Ein Kopftuch sollte ein Outfit immer nur abrunden und so bekamen die Mäuschen 2 "Miezes" eine enger, die andere ausgestellt.


Natürlich gehört zu einem Probenähen auch die Anprobe und da Jolinas Kopfgröße ungefähr gleich ist musste die kurz herhalten und wow, passt richtig gut. Jedenfalls bei Jolina sitzt dieses Tuch besser als die, die ich bisher genäht habe (da war ich jetzt selbst etwas überrascht) ich habe jetzt die Schnitte nicht aufeinander gelegt die ich bisher habe (ja ich habe noch einen - so bin ich nun mal) aber ich denke es ist der Mittelteil, der das Tuch leicht abwandelt.


Ob das jetzt besser ist oder schlechter oder eben nur ein bisschen anders muss jeder für sich entscheiden. Bei uns zählt nur, es passt super und da das ganze Free ist, kann man sich da am besten selbst ein Bild davon machen und wenn es nicht passt, dann geht man zu einem der inzwischen unzähligen Kopftuchkaufschnitten zurück und probiert den.
Köpfe sind eben so unterschiedlich und vielfältig wie es Menschen gibt und fast bräuchte man für jeden einen eigenen Schnitt. (Nun ja, da ich Schnitte oft abwandle, mache ich das ja sogar)


Das sind übrigens die Shirts nach dem Schnitt Mieze mit den Flügelärmeln aus der Summererweiterung von rosarosa. (Zwillinge sind wie man sieht nicht immer gleich groß, vor allem wenn eines der Kinder ein Chromosom zu viel hat)


Von hinten übrigens auch gut BeTucht und von mir wie ganz oft mit Rollsaum genäht.



Jetzt bin ich Euch unendlich viele Links schuldig
da muss ich mich erst selbst mal auf die Suche machen,
doch ich finde das gehört zum bloggen auch dazu
manche nennen es Werbung,
ich nenne es Euch das googeln abzunehmen. 
oder Links verschenken, hahaha


E-Bookerweiterung: SummerEdition von rosrosa
Stoffe: farbenmix Püdile von swafing
Model: u.a. Jolina
Fotos: JoLou
genähte Größe: KU48
verlinkt zu: Outnow


1 Kommentar:

  1. Hach Martina, wie Recht du hast. Ich kann das so unterschreiben. Vorallem das Danke sagen wäre mal echt was ganz tolles, das haben viele verlernt. Heute morgen hiess es immer nur der link funktioniert nicht, ich war halt früh dran :-D statt mal danke zu sagen, noch nörgeln, da bekomm ich echt schlechte Laune.

    Hut ab vor deinem Engagement für die Familie, du hast die beiden Mädels bestimmt sehr glücklich gemacht. Ich drück die Dauemn, das die kleine Maus die Therapie gut übersteht und sie auch hilft.

    Liebe Grüße,
    Nina

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