Freitag, 30. Oktober 2015

Ich lese: "Dich hatte ich mir anders vorgestellt...."

Hier im Blog geht es ja nicht nur ums Nähen, sondern es wird auch gekocht, gegärtnert, gelebt, nachgedacht und gelesen.

Daher zeige ich Eich hier immer wieder mal was ich lese und da ich natürlich auch Bücher mit oder über das Down Syndrom lese passen meine ergüsse was ich über das Buch denke natürlich auch in Jolinas Blog.

Ich hole den Blogbeitrag einfach mal hier rüber und wenn ihr ihn schon bei Jolina drüben gelesen habt, dann könnt ihr jetzt auch gerne weglesen.

Ich bin übrigens immer noch nicht ganz durch, weil ich vergessen habe das Buch mit in der Urlaub zu nehmen, tztztz.




Als ich die Ankündigung des Buches "Dich hatte ich mir anders vorgestellt..." sah bestellte ich mir das Buch ohne groß zu überlegen vor.

Nun ist es endlich da und ich weiß was ich mir da gekauft habe.

Ich finde den Titel schon so treffend. Genau meine Wellenlänge.



Zwischen den ganzen Aussagen von: "Das Beste das mir je passiert ist." , "Kinder mit Down Syndrom kommen zu ganz besonderen Eltern.", "Kinder mit Down Syndrom suchen sich ihre Eltern aus und wählen nur die stärksten", oder "Ich würde mir mein Kind nie anders wünschen" und "Alle die ein Kind mit Behinderung abtreiben sind schlechte Menschen ohne Liebe" endlich mal ein Satz hinter dem ich stehen kann.

So ehrlich wie er nur sein kann.

Ich habe mir mein Kind auch ganz anders vorgestellt, mit nur zwei 21er Chromosomen eben.
Deshalb liebe ich mein Kind doch nicht weniger wenn ich das zugebe. Und ich liebe mein Kind auch nicht weniger wenn ich ihr wünschen würde, dass sie diesen ganzen Mist den dieses Down Syndrom mit sich bringt nicht an der Backe hätte.

Endlich mal einer der sagt wie es ist und sich nicht gleich mit Heiligenschein vor die Menschheit stellt und dazu den Zeigefinger erhebt.

Deshalb habe ich das Buch gekauft und genau das gefällt mir auch an dem Buch.

Im Prinzip wird hier die Geschichte erzählt, ab Zeitpunkt des ersten Ultraschalls, über die Geburt inkl. Herzfehler und alle folgenden Turbulenzen, aber als Comic.

Genau das ist neu und jetzt stellt sich die Frage ob man gerne Comics liest, oder eben nicht.





Ich lese lieber in einem durch und hüpfe nicht von Bildchen zu Bildchen. Zusätzlich mache ich mir lieber mein Bild im Kopf.

Ich finde die Zeichnungen witzig und sie beschönigen nichts. Der erste Blick auf das Neugeborene ist sogar recht erschreckend, aber Charlie Brown und seine Freunde sind jetzt auch keine Schönheiten.

Die Texte finde ich gut und genau so ehrlich wie der Titel, aber für einen Mensch jenseits der 40 leider ein wenig schwer zu lesen.
Warum um Himmels willen sind die so klein und in einer unleserlichen Schrift geschrieben, das strengt meine alten, müden Augen dann doch sehr an.

Jedes Kapitel hat eine andere Farbgebung, aber immer schwarz/weiß, bzw rot/weiß, blau/weiß usw.

Ich mag es, dass das Buch eine Klappe hat, trotz dass es ein Taschenbuch ist, so habe ich mein Lesezeichen gleich dabei.

Wie bei uns hat das 2. Mädchen mit Down Syndrom eine große Schwester, die heißt nicht wie hier Louisa, sondern Louise und der Altersunterschied ist ein kleines Bisschen mehr, aber wirklich nur ein bisschen.

Ob ich das Buch jetzt weiterempfehlen kann wurde ich schon ganz oft auf facebook gefragt.

Aber mit Büchern ist es wie mit Bananen, ob man sie mag liegt am Geschmack der Person die sie auf dem Teller hat und nicht an der Banane selbst.

Ich bereue nicht das Buch gekauft zu haben, denn es ist anders als das was ich bisher im Schrank stehen habe und ich finde den Titel immer noch genial und wäre es kein Comic, dann wäre es wie so viele andere Bücher auch.

Ich habe natürlich noch nicht bis zum Ende gelesen, hey, ich habe Kinder, einen Haushalt, zwei Blogs, nähe und zwischendurch schlafe ich auch manchmal.

Aber ich verrate Euch den letzten Satz und der ist: "Wir können glücklich sein, dass sie uns ausgesucht hat."


Nein, ich laufe jetzt nicht schreiend weg. Finde es aber doch witzig, weil ich meinen Text oben schon geschrieben hatte ohne auf die letzte Seite zu schauen.

Eine Leseprobe gibt es hier.

Und political correct bestellt man natürlich beim DS-Info-Center: hier

wer lieber beim großen a.... bestellt findet es natürlich auch dort.



Dienstag, 27. Oktober 2015

Lola 2.0 von rosarosa meets Vinterdröm Design Janeas world

Mir ist schon nach Weihnachten. Kann sein, dass die nicht nur Lebkuchen in die Geschäfte stellen, sondern auch etwas eindampfen das Weihnachtsstimmung in einem anregt.

Könnte aber auch an den zauberhaften Stoffen liegen, die mir zur Zeit ständig unter die leuchtenden Augen kommen.


Vinterdröm musste ich unbedingt haben und den passenden Kombistreifenstoff gleich dazu.
Und ich bin mindestens 5 Meter groß, denn die Streifen küssen sich überall wo sie sich nur treffen können an dieser Lola, yeah, ich bin gut.

Eigenlob stinkt, egal, ich darf auch mal durch mein Nähzimmer tanzen.


Ich habe übrigens eine Doppelpremiere hier, Jolina hat noch nie Rollkragen getragen, daher habe ich einen ganz kurzen selbst "gebastelt" so ist das also nicht im E-Book und warum Doppelpremiere?
Ich habe noch nie Rollkragen genäht, ist übrigens super easy und da Jolina sich nicht dagegen wehrt wie ihre große Schwester ist das sicher nicht der letzte.



Ich liebe diesen Schnitt, denn er ist so erweitert, dass man ihn auch in etwas weiter nähen kann, das habe ich bei Jolina gemacht, denn dann fällt ihr kleiner Kugelbauch nicht so auf..


Die Teilung ist dieses Mal nicht frei Nase wie sonst bei mir, sondern schon als Vorgabe im E-Book mit drin, so hat auch der ungeübte mehr Varianten zur Wahl.


Warum ich immer wieder neue Stoffe kaufe, obwohl mein Regal voll ist?
Weil das wohl ein ähnliches Hirnareal anspricht wie Schokolade, haben müssen, glücklich sein, uuups, schlechtes Gewissen, ..... egal!!!!






Okay, ich hab übertrieben, am Bündchen küssen sich die Streifen doch nicht, hüstel, da hab ich irgendwie Mist gebaut, weil da müsste es doch super easy sein.



Huch, da sieht man Jolinas Kugelbäuchlein ja doch, deshalb ziehe ich ihr so gerne Tunikas an, die umschmeicheln das etwas und bedecken den Po, bei dem die Hose immer etwas rutscht.



Jolina liebt dieses Shirt, aber es liegt noch im Schrank, für die echte Vorweihnachtszeit und ich kann kaum abwarten es ihr anzuziehen.





Natürlich hab ich Euch jetzt wieder verführt,
mit diesem Traumstoff und dem Schnitt,
aber warum soll es euch besser gehen als mir.


genähte Größe: 110/116
Model: Jolina
Fotos: JoLou


Sonntag, 25. Oktober 2015

1. Woche Weihnachtscountdown "Klammerkleidchen"

Puhh, HILFE!!!! Nur noch 2 Monate bis weihnachten, ich muss noch dies und das und jenes.

Okay, die ersten Geschenke habe ich schon hier im Haus versteckt, die Farbe der Weihnachtskugeln habe ich heute Nacht beschlossen, ja da bin ich verrückt und den Adventskalender vom Kalenderwichteln werde ich nächste Woche in Ruhe beginnen.

Ruhe? Es sind Herbstferien! Also so viel werde ich wohl in der Woche nicht schaffen, hihi.

Jetzt mache ich aber mal mit beim Weihnachtscountdown. Worum es da geht? Klickt einfach aufs Bild.



Heute geht es also los bei Freizeitparadies mit Geschenken für Erwachsene.

Meine Idee ist ein Klammerkleidchen


Dieses hier hat schon einen neuen Besitzer und wurde schon vor einiger Zeit von mir genäht, könnte ich eigentlich auch wieder mal eins nähen.


Und jetzt warte ich gespannt was diese Woche alles so zusammen kommt.


Schnittmuster: Buch "Nähen für draußen"
Stoff: Ikea
verlinkt zu: Weihnachtscountdown hier und hier



Das Buch gibt es hier:




Freitag, 23. Oktober 2015

Lola 2.0 von rosarosa in sternchen-niedlich-rosa

Ich schwöre Louisa hat die Stoffe ausgesucht und das Stickbild abgenickt.
Sie liebt ihre Kuschel Lola in Überlänge und auch wenn es aussieht wie ein Nachthemd und man es ihr auch schon so auf den Kopf zugesagt hat, sie steht dazu und trägt sie mit Begeisterung.



Wenn Louisa eines hat, dann ist es einen eigenen Kopf und wenn ihr etwas gefällt, dann findet sie es auch noch gut, wenn man ihr sagt, dass es doof ist - sie schwimmt nicht mit dem Strom, gut so mein liebes Kind.

Du bekommst Würgeanfälle bei Helene Fischer, auch wenn die ganzen Gardemädels es toll finden.
Du liebst das Ballett und quälst Deine Füße, obwohl HippHopp vielleicht viel trendiger ist.
Du hast ja auch eine Schwester mit 3 21er Chromosomen was die wenigsten von sich sagen können, hihihi.
Du magst Violetta nicht und auch dafür liebe ich Dich (siehe Helene F.)

Ich bin so glücklich, dass Du deine Lola liebst, auch wenn ich während des nähens dachte: "Sch..., Sch.....! Das wird ein Nachthemd, Mist mein schöner Stoff und das Stickie, sie wird es nie tragen! Aaahhhh!!!"

Ja, ich fluche, das tut gut.


Das untere Bündchen ist übrigens extrem breit von mir gewählt um noch ein bisschen Anti-Nachthemd zu nähen.

Louisa hat mir übrigens auch den Auftrag gegeben: "Ich will genau so ein Kleid wie auf dem StickBild!"
Okay, ich schau mal. Eigentlich müsste das vom Bauchgefühl her Samt sein und Samt, hüstel, wer näht gerne Samt? Aber ich habe es echt vor mich daran zu versuchen.
Mit Muff, der muss da unbedingt dazu und Stoff habe ich auch schon dafür gekauft.



Die Bilder entstanden gerade noch in den letzten Sonnenstrahlen des letzten schönes Tages, seitdem hat der Nebel uns ziemlich im Griff, oder das Kind ist irgendwo unterwegs.
Gefühlt fällt der goldene Oktober dieses Jahr aus und ich bin schon komplett im Wintermodus mit Weihnachtsgeschenke kaufen und Adventskalender füllen.


Die letzten Tage waren wir ja im Frankenland, nicht mal so weit weg von der Ideenschmiede von rosarosa und die Lola wurde mit Stolz durch den Nürnberger Zoo ausgeführt.
Also alles richtig gemacht.


Die Stickdatei ist übrigens das erste Mal, dass ich mehrere Teile zusammengesetzt habe, hat erstaunlich gut geklappt, aber auf dem tollen Sweat von AfS verzieht sich so leicht auch nichts.


Lola 2.0 Nr. 3 zeige ich Euch dann demnächst auch noch, denn Jolina brauchte auch dringend eine neue Lola nachdem sie so gewachsen ist.


Stickdatei: Snowgirls vom Nadelflüsterer
Stoffe: Sweat von AfS nach Andrea Lauren + PunkteJersey von swafing
genähte Größe: 146 mit ein bisschen mehr Nahtzugabe (ich wasche ja nicht vor)
Model: Louisa
Fotos: JoLou




Sonntag, 18. Oktober 2015

BONNI von Bunte Knete hatte ein Make over

Mit BONNI der Partybörse von Bunte Knete von Frl. Päng war ich als Gast-Probenäherin am Start und deshalb habe ich besonders gerne jetzt bei dem überarbeiteten Schnitt von BONNI auch ein Test Geldbeutelchen genäht.



Weil ich ein punktiges Geburtstagsgeschenk benötigte, wurde BONNI getupft.

Und eigentlich kommen die Karten anders rum rein, und ich Nuss dachte schon ich hätte falsch genäht weil es so eng war, hahaha.



BONNI hat Kartenfächer, ein etwas größeres Fach unter den Kartenfächern und 2 Taschen die mit Reißverschluss geschlossen werden.

Was will man eigentlich mehr?



Zur Sicherheit hat BONNI auch noch einen Druckknopf, so geht nichts verloren.


Diese BONNI ist schon bei ihrer neuen Besitzerin angekommen.
Wer auch eine möchte, 
das ist auch ein tolles Wichtelgeschenk übrigens,
kann sich das E-Book schnappen und schnell nachnähen.



E-Book: BONNI Partybörse von Bunte Knete
Stoffe: Jeans, + Baumwollwebware aus dem Stoffregal
Bilder: JoLou










Samstag, 17. Oktober 2015

Lola ist überarbeitet

Lola von rosarosa nähe ich ja immer wieder und auch sehr gerne und gerade jetzt wo das Wetter nach Kuschelpullis schreit.

Jetzt wurde Lola überarbeitet und ist noch viel wandlungsfähiger. (Übrigens gerade zum Vorzugspreis zu haben)

Psst ich hatte ja schon ganz lange vor einen Hoodie nach diesem Schnitt zu nähen, den war ich noch für einen Tausch schuldig.

Jetzt denkt ihr, das war vielleicht ein Tausch von gehäkeltem gegen genähtes Zauberwerk, hihi, nein dieses Mal hat jemand meine Wünsche nach Christbaumkerzen ohne Kabel erhört und sie mir einfach so geschickt mit dem Wunsch nach etwas genähten.

Da es Sommer war hatte ich einfach keine Lust auf warmen Sweat, doch jetzt war die Gelegenheit.




So ähnlich habe ich die Lola schon mal genäht und das war der Wunsch, mit etwas längeren Armen und ganz schmal.

Natürlich habe ich keine Puppe in der Größe, deshalb sieht das etwas merkwürdig aus.


Hier habe ich eine Kapuze genäht, aber es gehen noch ganz andere Kragenvarianten.
Die zeige ich dann demnächst, an meinen beiden Ladys.




Stoffe: Sweat von buttinette und Drachenreiter von AFS
genähte Größe: 152/1258
Fotos: JoLou








Freitag, 16. Oktober 2015

Die Kunst des Innehaltens von Pico Iyer

Das Lesen dieses Buchs brachte mich zu mehreren Erkenntnissen.

Zum einen, E-Reader sind gar nicht so ungemütlich wie ich dachte, zum anderen, ich bin eigentlich genau richtig so wie ich bin und sollte aufhören mir Gedanken darüber zu machen.
Vielmehr wäre es wichtiger wieder noch mehr ich so zu sein wie ich bin und mein Umfeld dazu zu bringen mir das zuzugestehen.


Aber jetzt zu dem Werk von fischer ebooks, "Die Kunst des Innehaltens".
Dieses Buch hat mich tatsächlich dazu gebracht den E-Reader meines Mannes auszuleihen und mich mit einem Heizkissen im Rücken, fast bewegungslos meinen Hexenschuss pflegend auf die Couch zu verkrümeln und in die Gedanken des Autors einzutauchen.

Eine kleine Leseprobe gibt es übrigens hier bei fischer verlage.

Man beachte das Chaos um mich während ich abtauche


Ich war erstaunt wie gut das Teil in meiner Hand lag und um relativ bewegungslos zu sitzen ist Knöpfchen drücken sogar angenehmer als blättern.
Aber trotzdem liebe ich das Gefühl von Papier in der Hand, meine Finger über die Zeilen gleiten lassen und an der Dicke des Buches zu spüren wie weit man schon gekommen ist. (Ja ich habe die Prozentanzeige gesehen, aber das ist anders, das ist nur mit den Augen, Bücher aus Papier lesen ist mit allen Sinnen - ja alte Bücher riechen auch schon mal, oder meine Jugendbücher haben Schokoflecken *schäm*)

Ihr fragt Euch was dies mit dem Buch zu tun hat? Ganz viel. Auch im Buch geht es viel um sitzen, einfach still da sitzen, aber nicht dabei lesen, oder nur weil man Rückenschmerzen hat.
Sitzen und den Geist ausruhen, Entschleunigen wie man heute sagt, Meditation könnte man es auch nennen, oder einfach Innehalten.

Bei der Erziehung meiner Tochter mit Down Syndrom habe ich ein wichtiges Wort gelernt "Stop" und dazu die Gebärde mit der Hand.

Einfach Stop, anhalten, die Resettaste drücken sozusagen und dann neu hochfahren.
Jolina kann nicht zu viele Informationen gleichzeitig verarbeiten und wenn ich möchte, dass sie mit etwas aufhört, dann mit der klaren Ansage Stop, die Erklärung erfolgt dann wenn sie den Kopf wieder frei dafür hat.

Wir wollen zu viel und ständig, das Einfache ging uns verloren.

Ich bin ein Mensch der viel von diesem Elixier des Innehaltens benötigt, vielleicht weil ich weiß wie gut es tut.

Aufgewachsen in einem Kaff mit 199 Einwohnern und ohne Geschwister war ich oft alleine mit mir und meinen Gedanken und ich fand es gut.
Das Buch beginnt mit einem Besuch bei Leonard Cohen, der in einem Kloster in den Bergen lebt.
Auch der hat sich zurück gezogen, weil weniger manchmal mehr ist.

Die Bilder konnte ich leider nicht so schön betrachten wie das wohl mit moderneren Readern möglich ist


Eine Geschichte hat mich wirklich aufhorchen lassen.
Der Autor beschreibt eine Begegnung mit einer Deutschen auf einem Flug in die USA. Sie setzt sich neben ihn und sitzt einfach da ohne etwas zu tun. Er schläft, macht dies und das, schiebt sich an ihr vorbei um zum WC zu gehen,.... und am Ende des Fluges sitzt sie immer noch einfach da.
Er traut sich dann doch sie anzusprechen und erfährt, dass sie auf dem Weg nach Hawaii zu einem Erholungsurlaub ist und den Flug nutzt um den Kopf frei zu machen um direkt in die Erholung einsteigen zu können.

Das bin ich, oder war ich, jedenfalls so ähnlich.
Vor einem Urlaub war ich immer viel zu hibbelig um im Flieger einfach NICHTS zu tun.
Die Ähnlichkeit liegt bei meinem früheren Arbeitsweg.

Durch ein Jobangebot meines Mannes mussten wir umziehen, jedoch nicht weit genug weg um meinen Job kündigen zu müssen und da ich Veränderungen hasse blieb ich einfach auf meiner alten Stelle und fuhr jeden Tag eine Stunde hin und eine Stunde zurück, mit dem Auto über Land, ohne auch nur der geringsten Chance ein öffentliches Verkehrsmittel in dieser ländlichen Gegend zu nutzen.
Ich fuhr diese Strecke 10 Jahre lang, Tag für Tag und viele fragten mich wieso ich das tue.

Meine Antwort war ganz einfach: "Ich weiß mir gehen jeden Tag 2 Stunden Zeit verloren, aber diese Zeit im Auto nutze ich um den Kopf frei zu bekommen, somit nehme ich keine Arbeit mit nach Hause." Hier ist natürlich nicht die Arbeit im Aktenkoffer gemeint, sondern die Arbeit im Kopf.
In der Zeit in der ich über die Landstraßen fuhr hatte ich nichts zu tun, nur fahren und den Müll aus meinem Kopf rauswerfen um dann zu Hause absolut und sofort in meinem Feierabend zu sein, wenn auch recht spät.

Die wahre Kunst des Innehaltens ist wohl wirklich diese Inseln der Ruhe zu finden.
Ich fühle mich oft bedrängt von meinem Umfeld. Sobald ich mir einen Kaffee mache, die heimliche Insel der Ruhe der Mütter, will garantiert eine meiner Töchter etwas, oder der Postbote klingelt, oder das Telefon (wobei ich das sehr gut klingeln lassen kann) Im Buch habe ich auch gelesen, dass man 25 Minuten braucht um sich von einem Telefonat zu erholen, stimmt.

Weil andere dies oft selbst nicht brauchen, oder nicht merken dass sie es brauchen verstehen sie mich nicht, warum ich mich oft zurückziehe.
Würden die mich mal 30 Minuten in Ruhe lassen, dann wäre es ja gut, aber wenn nach 10 Minuten jemand in mein inneres Nirgendwo kommt und mich stört, dann sind diese 10 Minuten für den Eimer und ich müsste meine 30 Minuten wieder neu beginnen, nur rechnet man mir das immer auf.
Mir fehlt ab und zu diese Autofahrt ins Nirgendwo.

Ich wusste nicht was mich erwartet bei diesem Buch, doch es hat mir gut getan. Was möchte man mehr? Was es mit Euch macht liegt an Euch selbst und wie ihr die Welt um Euch seht.

Im Fischer Taschenbuch Verlag erscheinen ausgewählte und erweiterte
TED-Beiträge
– Eine Vielfalt an aktuellen Themen und spannenden Thesen
– Kurze Lektüre mit langer Wirkung
– Ideen für Enthusiasten

TED steht für Technology, Entertainment, Design – was mit einer Konferenz
in Kalifornien begann, hat sich längst als globale Ideenfabrik etabliert
TED gibt hochkarätigen Rednern aus der ganzen Welt die Chance, ihre
Ideen in 18 Minuten weltweit vorzustellen




Mittwoch, 14. Oktober 2015

Lia(m) eröffnet den Herbst

Wenn ich mir meine Überschrift so ansehe denke ich gerade, dass der Herbst sehr kurz war und ab heute irgendwie der Winter Deutschland im Griff hat, brrrrrrr.

Jedenfalls hatten wir noch gemütliches Wetter beim Fotoshooting und die Äpfel in unserem Garten passen doch wundervoll zu dem Lieblingsstoff, oder?


Manchmal ist mir eben nicht rosa, lila, türkis zu Mute. Obwohl, im Apfel sieht man ein kleines bisschen türkis und rosa blitzen.


Wenn inzwischen die Zeit oder auch die Muse zum sticken fehlt, dann mache ich es wie hier, einfach Motiv aus Jersey schnippeln und aufnähen, schon fertig.

Plotten ist tatsächlich nicht so mein Ding, warum weiß ich nicht, ich mag es bei anderen, aber es macht mir in meinem "Schaffensprozess" einfach keinen Spaß und inzwischen hab ich meinen Spaß am Nähen wieder, yeahhh!!!!




Dieses neue E-Book von nEmadA zu testen hat mir auf alle Fälle Spaß gemacht und ich liebes das Ergebnis, was will man mehr?



Zu allem Überfluss der Freude hat Jolina auch wieder super mitgemacht bei unserem kleinen Shooting im Garten. Eigentlich wollte ich ja mit ihr in die herbstlichen Weinberge, aber dann kam mir die Idee mit den Äpfeln und es ist auch viel einfacher wenn man nur Tür auf Tür zu machen muss und das Kind kann nicht weg laufen.



Das mit dem Weglaufen ist ja in letzter Zeit öfter Thema in Jolinas Blog und alleine dann mit Kamera hinter dem Kind her rennen? Ach nee, da hätte ich dann weniger Spaß dabei.





Nach den Fotos hat Jolina übrigens nach einem "Affel" verlangt, was mich immer ganz fröhlich stimmt, wo wir schon bei positiven Gefühlen sind, denn Jolina mag kein Obst und Gemüse, höchstens mal einen Apfel.



Ich mag übrigens Puffärmel oder Flügelärmel, denn hier habe ich die Ärmel vorne nicht enger genäht mit Bündchen oder Gummi (wie ich das oft mache), trotzdem pufft es so schön.

In der Probenähgruppe mögen einige dieses "puffige" gar nicht, ich gehöre aber sicher nicht dazu.


Da Lia(m) auch für Jungs ist gibt es natürlich auch die kürzere, Nicht-Tunika-Variante, ganz ohne Puffärmel und sonstigem Mädchen-Tralala.





Danke Bea für diesen Schnitt, denn bei Bogenteilungen hab ich noch nicht wirklich den Bogen raus.


Ich wäre übrigens nicht ich, wenn ich nicht eine winzige Kleinigkeit anders genäht hätte.
Ich habe den Einsatz einfach im Bruch zugeschnitten und nachträglich eingesetzt, also nach dem Zunähen der Seite, denn ich wollte das Muster im Einsatz am Stück haben.

War ein bisschen frikelig, denn der Fadenlauf und der Bruch und überhaupt ist es eben nicht so gedacht, aber ihr seht, es geht und sieht doch aus als müsse es so sein, oder?







Heute habe ich wirklich einen Berg Bilder für Euch, aber wenn das Kind schon mal so schön mit macht und die Komandos sogar ausführt wie "Nimm mal nen Apfel" oder "Renn auf mich zu" dann muss man doch auch mal ein bisschen was in den Blog raus hauen.





So, jetzt ist aber echt genug. Jolina sagt tschüss bis zum nächsten Outfit, das dann wohl schon winterlich ist, brrrrrrr und ihr könnt jetzt mal shoppen gehen.







Natürlich freuen wir uns wie immer über Kommentare oder ein Haken bei "gefällt mir"


Stoffe: alle Lillestoff
Webband: farbenmix
genähte Größe: 110/116
Model: Jolina
Fotos: JoLou
verlinkt zu: Outnow